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Die Tafel Mönchengladbach nutzt die Armut der Menschen zur Impfnötigung

Die Tafel Mönchengladbach nutzt die Armut der Menschen zur Impfnötigung Pixabay

Die Funktion der Tafel als private, soziale Organisation zur Linderung von Not kann nicht hoch genug bewertet werden.

Doch in ihrer Angst vor Corona hat die Tafel Mönchengladbach nicht nur völlig überreagiert, sondern schließt ganz selbstverständlich die Ungeimpften weiterhin vollständig aus.

1993 wurde in Berlin die erste Tafel Deutschlands gegründet, mittlerweile gibt es davon 956. Sie sammeln Lebensmittel, die noch gut sind, aber für den regulären Verkauf nicht mehr verwendet werden. Dabei kann es sich um beschädigte Verpackungen, geringe Resthaltbarkeit oder einfach Überproduktion handeln. Diese werden dann an "Bedürftige" kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt abgegeben.

Die Tafeln werden weder von Bund noch von Ländern gefördert, obwohl sie einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Armut in Deutschland erbringen, die duch den permanenten Abbau des Sozialstaates bei gleichzeitig steigender sozialer Spaltung hervorgerufen wird.

Für die Umsetzung dieser Arbeit engagieren sich zum größten ehrenamtliche Mitarbeiter, von denen viele bereits in Rente sind. Diese sind also in Bezug auf Covid stärker gefährdet. Für die Möchengladbacher Tafel resümiert daher die Vorsitzende Monika Bartsch:

"Wir haben sehr viele ältere Mitarbeiter, und wir möchten sie schützen“

Ein verständliches Unterfangen. Statt jedoch – gerade nach den Restriktionen gegen Ungeimpfte in den letzten Monaten – die Gleichbehandlung aller Menschen als wichtigsten Grundsatz zu nehmen, also Masken, Abstand und/oder einen aktuellen Test einzufordern oder über personelle Regelungen oder Ausgaben im Freien diesem Problem zu begegnen, setzen die Mönchengladbacher die Restriktiktionen der vergangenen Wochen unbeirrt in ihrer schärfsten Form um:

  • Masken
  • Abstand
  • Geimpft oder Genesen (2G)
  • tagesaktueller Test, der bei Geboosterten entfällt (2G+)

Das damit auch nach dem Wegfall der offiziellen Regelungen die Gruppe derer, die eine Impfung ablehnen, vollständig ausgeschlossen wird, wird offenbar ganz selbstverständlich hingenommen. Die Bedürftigkeit dieser Personengruppe hat in diesem Falle keine Bedeutung mehr.

Es ist bedauerlich, aber in Mönchengladbach braucht es nun keine Angelas und keine Adolfs mehr, um zu wissen, welche Menschen der Tafel würdig sind und welche nicht – die Teilung in Gut und Schlecht ist in den Köpfen und leider auch in den Herzen der Menschen schon tief verankert.

Doch schlimmer noch, nötigt diese Regelung vermutlich viele der "Kunden" aufgrund ihrer Armut, sich impfen zu lassen. Laut RP-Online sehr zur Freude von Monika Bartsch:

"Einige ungeimpfte Kunden würden sich direkt nebenan im Impfzentrum immunisieren lassen – und dürfen dann mit negativem Test wieder zu einer der nächsten Ausgaben kommen"

Ein widerlich moralisierendes Gutmenschentum, das gerade die Bedürftigkeit der Menschen ausgenutzt, deren Not zu bekämpfen man vorgibt.

Quellen und Verweise:
RP-Online • Tafel nur für Geimpfte und Genesene
hWikipedia • Die Tafel

 


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