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Kunstfleisch - ein milliardenschweres Geschäft

Bild von Andy M. auf Pixabay Bild von Andy M. auf Pixabay

In 20 Jahren werden 60% des Fleisches aus dem Labor kommen, so die Einschätzung von Didier Toubia, dem CEO des Kunstfleischproduzenten Aleph Farms. Kein Soja-Ersatzprodukt, sondern im Labor gezüchtetes Muskelfleisch.

Ein weiterer Schritt in Richtung einer Live-Dystopie.

Nach dem künstlichen Käse kommt also das künstliche Fleisch.

Ein weiterer Schritt, uns Menschen vor dem Hunger und die Erde vor der Überhitzung zu bewahren. Weltweit arbeiten 32 Unternehmen an der Entwicklung künstlichen Fleisches, von dem sie annehmen, dass es schon bald den Nahrungsmittelmarkt verändern wird. Gut für das Wohl der Tiere, die aufgrund ihrer Nicht-Existenz kein elendes Dasein mehr fristen müssen. Auch aus hygienischer Sicht ein Segen: diese -- vorraussichtlich quadratischen -- Platten wären frei von Würmern und Finnen, und auch der Anteil an Schwermetall und Mikroplastik wäre streng kontrolliert. Ein solches Produkt werden sich nur reiche Menschen leisten können, oder?

Wahrscheinlich wird genau das Gegenteil der Fall sein. Es ist z.B. Emilia, deren steril verpackter Burger mit Laborfleisch gefüllt ist. Emilia gehört der ärmeren Schicht an. Sie musste schon im Kindergarten Englisch und Physik lernen, um sich optimal auf das Arbeitsleben vorzubereiten. Mit Überflüssigem wie Kunst hat sie sich nie beschäftigt. Dennoch hat sie es nicht geschafft, Karriere zu machen. Jetzt verspeist sie den Burger während sie sich im Internet die neusten Nachrichten anschaut, die letzten vorgeschlagenen Freundinnen und die besten Burger-Rezepte. Ein Pop-up-Fenster geht auf und erinnert sie an den nächsten Impftermin gegen das neueste Virus.

Bill hingegen, einer der Superreichen, jagt in allen Gegenden der Welt. Und während er jezt nach erfolgreichem Schuss zu seinem 8-Zylinder-Jeep zurückgeht, freut er sich schon darauf, dieses unsterile, unhygienische und unkontrollierte Fleisch über einem Feinstaub-produzierenden offenen Feuer vor seiner Jagdhütte zu grillen. Er ißt es mit selbstgesammelten Pilzen und verbringt den Abend unter einem Heizpilz mit einem Glas Rotwein.

Bill ist einer von denen, die großen Einfluss auf den Lebensmittelmarkt haben und einen Teil des Energiesektors kontrollieren. Sein Vermögen wächst von Tag zu Tag, wobei ihm seine Investitionen in Pharma- und Informationsindustrie helfen. Seine Monopol ähnliche Stellung beschert ihm eine immer weiter wachsende politische Macht. Bill ist ein eingefleischter Technokrat. Er ist der festen Überzeugung, dass alle Probleme jetzt oder in Zukunft technisch lösbar sind.

Das hat er gemeinsam mit einem anderen, realen Oligarchen aus der Gegenwart. Dieser jagt zwar nicht, ist aber auch ein überzeugter Technokrat: Bill Gates. Er will alle Krankheiten technisch besiegen, am besten ausrotten. Dafür hat er erfolgreich geworben, Schlüsselpositionen besetzt und auch viel Geld gegeben. Weltweit gilt mittlerweile die Impfung als das einzig probate Mittel mit Infektionen umzugehen. Sie wird beworben bei Masern, Schweinegrippe oder auch Corona. Kleinkinder werden ungefragt durchgeimpft und die WHO passt ihre Definition der Herdenimmunität diesem Narrativ an. Diese Agenda frisst sich seit 2000 durch die Welt, seit der Gründung der Bill&Melinda Gates Foundation.

Doch er hat größere Pläne. Zusammen mit etlichen anderen Wirtschaftsmogulen wie George Soros, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos will er das tun, was die anderen nicht schaffen -- die Welt retten. Dass diese Weltrettung und die dazu notwendige Umgestaltung nach ihren Vorstellungen geschieht und alle anderen erst gar nicht gefragt werden, ist selbstverständlich. Sie verfügen dazu über ein Netz von Stiftungen und Organisationen, das sich eng mit der Politik und Wissenschaft verwoben hat. Das hilft ihnen nicht nur, ihre Pläne umzusetzten, sondern vor allem auch gewaltige Mengen öffentlicher Gelder dafür zu mobilisieren -- und nebenbei einen Teil davon auf ihren eigenen Konten zu privatisieren. Wie gefährlich und effizient dieses System ist, zeigt gerade das Beispiel der Impfungen.

Das theoretische Fundament dieser "Weltrettung" bildet die Technokratie und die menschenverachtende Philosophie des Transhumanismus. Ihr Ziel ist eine immer engere Verbindung von Mensch, Maschine und künstlicher Intelligenz. Es wird zunehmend unklar, welche Identität der Mensch hat und welche ihm durch seine personalisierten, elektronischen Helfer vorgegeben wird -- Mensch und Maschine verschmelzen in einer nicht mehr zu trennenden Symbiose. Die benötigte Energie soll von Kernreaktoren stammen und die Klimaerwärmung wird durch das Einbringen von Staub in die Stratosphäre abgeschwächt. Wenn es dann doch zu kalt werden sollte, züchten wir das Gemüse eben in Gewächshäusern -- oder gleich im Labor.

Auch wenn diese Ideen der sich gottgleich wähnenden Oligarchen, die die Fehler der Schöpfung korrigieren wollen, wie ein Alptraum klingen -- sie sind real und werden mit hoher Geschwindigkeit umgesetzt. Noch nie schienen Dystopien wie John Christophers Jugendbuchklassiker "Die Wächter" (1970) oder Mark-Uwe Klings "Quality-Land" (2017) so zum Greifen nahe.

Aber wollen wir überhaupt in so einer Welt leben? In der schon Kleinkinder sich mit Physik und Fremdsprachen auf die Karriere vorbereiten müssen; in der man sich vor jedem neuen Virus fürchten muss bis die rettende Impfung da ist; in der einem aus jedem nicht eingeschweißten Salat die Krankheiten anlachen und in der jede Nachricht, jedes Jobangebot und jede Werbung speziell für mein Persönlichkeitsprofil ausgesucht wurde? Eine Welt, die von superreichen Oligarchen gestaltet wird statt von mir, von uns.

Darüber sollte man darüber nachdenken: vielleicht auf dem Weg zum neuen Impfzentrum, beim Lesen der personalisierten Google-News oder auch beim Biss in den Kunstfleisch-Burger.

 

Quellen und Verweise:
Statista: Kunstfleisch


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