Prof. Schrappe im ZDF: Die Zahlen des RKI sind keine Basis

Am 24.11.2020 war in zdf-heute-live der Medizinprofessor Dr. med. Matthias Schrappe zu Gast. Er kritisierte, dass die RKI-Zahlen unwissenschaftlich aufgearbeitet und demzufolge der sogenannte Inzidenzwert untauglich ist.

Er sagte: "Wir brauchen Zahlen, wir sind im Bereich der Mutmaßungen, es werden Grundrechte eingeschränkt, ohne dass wir eigentlich genau verwertbare Zahlen haben und ich halte das als Wissenschaftler und auch als Bürger für ein Unding, dass wir ohne eine feste Zahlenbasis zu solchen Einschränkungen schreiten."

Schon in der am 14.11.2020 in diesem Blog vorgestelten NDR-Reportage "Corona: Sicherheit contra Freiheit" kam er zu Wort und bezweifelte, dass es einen ausreichenden medizinischen Anlass gibt, Grundrechte derart einzuschränken. Er wies auch darauf hin, dass Lungenentzündungen zu deutlich mehr Todesfällen führen als die gutmütigere Erkrankung Covid-19 (Minute 13:05).

Außerdem begleitet er von Anfang an mit anderen Kollegen wissenschaftlich und interdisziplinär die Corona-Krise. Regelmäßig werden deren Ergebnisse in ausführlichen Thesenpapieren veröffentlicht. Das erste erschien bereits am 5.04.2020, das letzte (Thesenpapier 6, Teil 6.1.) ist vom 22.11.2020, also hochaktuell - leider sprachlich ziemlich schwer zugänglich. Mitgewirkt hat bei diesem sechsten Thesenpapier der Pathologe, Prof. Dr. med. Klaus Püschel, der mit seinen aufschlussreichen Obduktionsergebnissen an (deklarierten) Covid-Toten ziemlich bekannt wurde, wie bereits in unserem Artikel "Wer Stirbt an Corona" vom 5.10.2020 berichtet. Die Thesenpapiere von Prof. Schrappe und Kollegen stehen auf seiner Webseite zur Verfügung.

Am gleichen Tag, Kurz nachdem ich von dem vernichtenden Urteil von Matthias Schrappe über die RKI-Zahlen erfuhr, erreichte mich die Nachricht, dass ab Montag, dem 30. November eine Ausgangssperre in weiten Teilen Sachsens droht: Nur noch der Gang zur Arbeit, zum Supermarkt, sowie in Schulen bzw. Kindertagesstätten werden genehmigt; alle anderen Aktivitäten sollen verboten werden. Als Erklärung für diese massiven Einschneidungen dienen genau die RKI-Zahlen und der Inzidenzwert, die Schrappe in ZDF schonungslos als "nichts wert" bezeichnet hat. In der Redaktion des Chemnitzer Tageblattes ist diese Untauglichkeit jedenfalls bekannt und wird gleich zu Beginn der kurzen Meldung moniert:

"Wenn der sogenannte Inzidenzwert, eine stark kritisierte, wenige aussagekräftige Zahl (im Gegensatz zur Zahl der tatsächlich an Covid-19 Erkrankten) 5 Tage lang über 200 steigt, gelten in Sachsen ab Montag (30. November) drastische Maßnahmen."

Ob sich die geplanten Verbote mit Protesten und Aufklärung bei den anscheinend falsch informierten zuständigen Behörden abwenden lassen? Auch hier gilt "Probieren geht über Studieren", z.B. beim

Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Albertstraße 10
01097 Dresden

0351 564-0
0351 564-55060 (Fax)
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oder bei der Bürgerbeauftragten, Silke Schmalisch

0351 564-58000
0351 564-55060 (Fax)
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Quellen:
Zahlen des RKI sind "nichts wert" (Auszug)
Zahlen des RKI sind "nichts wert" (vollständig)
Chemnitzer Tageblatt • Ab Montag: Ausgangssperre in weiten Teilen Sachsens!
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