Covid-19: le virus ou la vie

Covid-19: le virus ou la vie Screenshot - NDR-Reportage: Corona: Sicherheit kontra Freiheit

ist der französische Titel einer NDR-Reportage mit dem Namen "Corona: Sicherheit kontra Freiheit - Deutsche, Franzosen und Schweden in der Krise". In nur 52 Minuten wird sehr sachlich verglichen, wie unterschiedlich und mit welchen Folgen für die Menschen mit der Corona-Krise umgegangen wird.

"Le virus ou la vie" ist eine Anspielung auf die Schurken-Aufforderung "la bourse ou la vie!" (Geld oder Leben). Im französichen Titel ist die zutiefst existentielle Dimension des staatlich angeordneten Ausnahmezustandes treffend wiedergegeben. Doch nicht nur der französiche Titel ist gut gelungen, sondern die ganze Reportage des deutschen Drehteams um Jutta Pinzler.

Die m.E. zentrale und wichtigste Erkenntnis dieser vielseitigen Recherchen ist, dass Schweden und Frankreich gemessen an der Bevölkerung die gleiche Anzahl von mit oder an Covid-Verstorbenen haben - trotz völlig entgegengesetzter Vorgehensweisen.

Während in Frankreich hart durchgegriffen wurde, setzte man in Schweden, in dem Wissen darüber, dass es notwendig sei, langfristig mit diesem Virus zu leben, auf Freiwilligkeit. Diese menschen- und wirtschaftsfreundliche Politik fand eine große Azeptanz in der Bevölkerung.

Ist diese Erkenntnis nicht auch ein Beweis dafür, dass die Viralität von Sars-CoV-2 nicht von irgendwelchen Maßnahmen beeinflusst wird?

Im Folgenden ein paar Zeitangaben zu Erläuterungen, die ich besonders interessant bzw. äußerst wichtig finde:

01:25 - Laurent Toubiana, Epidemiologe: "Danke an Schweden!"

06:45 - Ulricke Gurérot, Soziologin über den vorauseilenden Gehorsam

08:40 - Gerd Gigerenzer, Psychologe: "Es ist richtig, dass Menschen, die Angst haben, sich besser steuern lassen."

09:50 - Die Angst steht nicht in Verhältnis zu den Todeszahlen. Vergleich mit Krebstoten. In Frankreich: knapp viermal so viel Krebstote als Covid-Verstorbene, in Deutschland 20-mal so viele.

12:50 - Gerhard Strate, Strafverteidiger "Wenn wir das hinnehmen, was momentan an Einschränkungen stattfindet, (...) dann sind wir mit dem Rechtsstaat wirklich am Ende."

13:05 - Prof. Matthias Schrappe bezweifelt, dass es einen ausreichenden medizinischen Anlass gibt, Grundrechte derart einzuschränken. Er weist darauf hin, dass Lungenentzündungen zu deutlich mehr Todesfällen führen als die gutmütigere Erkrankung Covid-19.

20:10 - Prof. John Ioannidis ist einer der weltweit bekanntesten Epidemiologen. Er stellt fest, dass durch die Fehleinschätzung der Gefahr viele Kollateralschäden entstanden sind.

23:45 - Lockdown zu viert in einer 28qm-großen Wohnung in Paris

25:08 - Cynthia Fleury-Perkins, Mitglied Nationaler Ethikrat:
"Der Lockdown hat die Verletzlichen besonders hat getroffen, er hat ihre Schwäche verstärkt." Besonders hart betroffen: Frauen in prekären Verhältnissen.

26:48 - Zeugnis einer Deutschen aus Schweden

27:50 - Stockholm in August. Einblicke in den Schulalltag. Umgang mit beunruhigten Eltern.

28:30 - Schulalltag in Deutschland. Beklemmende Kinderstimmen. Stimmen von den Ärztinnen Karin Michael und Nicola Fels (sehr wichtige Stimmen!)

44:10 - Der sehr hohe Preis des staatlich erzwungenen Schutzes für unsere alten Mitmenschen in Pflegeeinrichtungen.

45:48 - Ingeborg Feldmann, 88 Jahre alt, möchte gern ein freier Mensch sein...

Quelle: ARTE-Mediathek / verfügbar bis 07.02.2020

 


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