Großangriff auf die Herzen unserer Kinder

Großangriff auf die Herzen unserer Kinder Sicherheitsbericht des PEI [4]

Die EudraVigilance (EMA) berichtet über 11 Todesfälle, 544 Krankenhausaufenthalte, 1.466 schwere Fälle und 2.938 Fälle von Nebenwirkungen bei Jugendlichen in der Altersklasse 12 - 17 [1]. Die Impfkampagne der Jugendlichen hat gerade erst begonnen.

In Anbetracht der geringen Zahl von Covid-19-Todesfällen und schweren Krankheitsverläufen bei Jugendlichen sind die unerwünschten Wirkungen erschreckend hoch.

Die eindeutig dominierende schwere Nebenwirkung bei Jugendlichen ist die Entzündung des Herzmuskels, die Myokarditis. Sie ist führende Ursache für Tod, Krankenhausaufenthalte und lebensbedrohliche Zustände. Das Nebenwirkungsprofil unterscheidet sich hier sehr stark von dem älterer Personen, bei denen Nebenwirkungen des thrombotischen und myelitischen Formenkreises häufiger sind.

Dass die Impfung Myokarditis auslösen kann, wird vom Hersteller (Pfizer-BioNTech) in der Packungsbeilage eingeräumt [2]. Es wird dort geschrieben:

"Daten nach der Markteinführung zeigen ein erhöhtes Risiko für Myokarditis und Perikarditis, insbesondere innerhalb von 7 Tagen nach der zweiten Dosis. Das beobachtete Risiko ist bei männlichen Personen unter 40 Jahren höher als bei weiblichen Personen und älteren Männern. Das beobachtete Risiko ist am höchsten bei männlichen Personen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Obwohl in einigen Fällen eine intensive Betreuung erforderlich war, deuten die verfügbaren Daten aus der kurzfristigen Nachbeobachtung darauf hin, dass die Symptome bei den meisten Personen mit konservativer Behandlung abklangen (Anm.d.Verf.: Bei einigen Personen klangen die Symptome also nicht ab). Über mögliche Langzeitfolgen liegen noch keine Informationen vor (Anm.d.Verf.: Spätfolgen sind also möglich)."

Dem besänftigenden Ton der Packungsbeilage stehen die ärztlichen Erfahrungen gegenüber: Die Myokarditis ist gefürchtet, weil in einem Drittel bis zur Hälfte der Fälle Folgeschäden zurückbleiben wie Herzerweiterung, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen [3].

Unter den 11 bei der EudraVigilance hinterlegten Fällen eines Verdachts auf eine tödliche Impfnebenwirkung ist bei 8 eine spezifische Todesursache markiert. Davon stehen 6 im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens -- Herzstillstand, Myokarditis, Perikarderguss. Bei den beiden anderen handelt es sich um einen Fall von Lungenembolie und einen Selbstmord im Zusammenhang mit einem schweren Covid-19-Fall. In einem Todesfall trat der Tod am selben Tag wie die Impfung ein; in einem weiteren Fall trat der Tod einen Tag nach der Impfung ein. In beiden Fällen handelt es sich um einen Herzstillstand.

Bei den 70 Fällen mit lebensbedrohlichen Reaktionen (Todesfälle nicht mitgezählt) der 12 - 17-Jährigen ist die häufigste Reaktion die Myokarditis (15 Fälle). Auch andere schwerwiegende Erkrankungen des Herzens finden sich – Herzstillstand (2), Myokardinfarkt (2), Atrio-ventrikulärer Block (1), Perikarditis (2), Perikarderguss (2), Tachykardie (1) und Bradykardie (2).

Unter den 544 Fällen mit Krankenhausaufenthalt (Todesfälle nicht mitgezählt) finden sich 152 Fälle mit Myokarditis, zusätzlich Perikarditis (17), Tachykardie (11), Perikarderguss (8), Herzklopfen (7), Elektrokardiogramm abnormal (4), Myokardinfarkt (3) und Sinus-Tachykardie (2).

Insgesamt gibt es in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen 2.938 Fälle von unerwünschten Reaktionen. Etwa die Hälfte davon (1.466) sind schwere Fälle. Neben den häufigeren Symptomen wie Kopfschmerzen und Fieber sind die 177 Fällen von Herzmuskelentzündung eine der häufigsten Nebenwirkungen. Auch Perikarditis (43) und andere Störungen des Herzens sind zu finden.

Die 662 Fälle mit Kopfschmerzen und 565 Fälle mit Fieber der EudraVigilance erlauben im Zusammenhang mit der in der Zulassungsstudie erhobenen Häufigkeiten (64,9% bzw. 17,8%) eine grobe Schätzung der Häufigkeit der 177 Fälle von Myokarditis, die auf 5 - 10% extrapoliert werden kann. Es ist also keineswegs eine seltene Nebenwirkung – und die Packungsbeilage [2] behauptet das auch gar nicht (im Unterschied zu Aussagen gewisser in der Öffentlichkeit stehender Personen).

Die meisten Fälle werden für BioNTech gemeldet, was daran liegt, dass der Impfstoff bereits am 28. Mai 2021 für die 12 - 17-Jährigen zugelassen wurde; der Moderna-Impfstoff erst am 23. Juli, wobei auch zu berücksichtigen ist, dass von der Impfung bis zur Anzeige einer Nebenwirkungsmeldung mehrere Wochen vergehen. Da die molekulare Zusammensetzung des Moderna-Impfstoffs sehr ähnlich zum BioNTech-Impfstoff ist, kann man auch von einem ähnlichen Nebenwirkungsprofil ausgehen. Die wenigen für AstraZeneca und Janssen berichteten Fälle in der Altersklasse beziehen sich vermutlich auf die Studien.

Die in der EudraVigilance verzeichneten Fälle von Nebenwirkungen von Kindern bis 11 Jahre (die auch erschreckend zahlreich sind) werden hier nicht berichtet, weil sie für die derzeitige Impfkampagne der Schüler ab 12 Jahre keine Rolle spielen.

Quellen und Verweise:
[1] https://www.adrreports.eu/de/index.html, abgerufen am 21.8.2021.
[2] Corminaty Packungsbeilage, 5.2 Myocarditis und Pericarditis"
[3] D’Ambrosio et al.: The fate of acute myocarditis between spontaneous improvement and evolution to dilated cardiomyopathy: a review. In: Heart. 2001 May, 85(5), S. 499–504.
[4] Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts vom 19.08.2021

Laufpass: Kinder entwickeln langfristige Immunität gegen COVID-19

Anmerkung zu [1]: Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf den Gesamtinhalt der EudraVigilance, einer Kombination aus Informationen der nationalen EU-Agenturen und der Hersteller, die auch Fälle aus nicht-EU Ländern berichten. Die Zahl der geimpften Jugendlichen, bei denen es potenziell Nebenwirkungen geben könnte, ist nicht verlässlich zu ermitteln.  Außerdem ist das EudraVigilance-System ein passives Reporting, von dem bekannt ist, dass sie typischerweise 10- bis 100-mal weniger Fälle als einer aktives Reporting erfassen würde. Eine Schätzung der relativen Häufigkeit kann darum nicht abgeleitet werden.

 


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