Die Vereinigten Staaten betreiben "Bio-Labore" vor allem rund um China und Russland

Die Vereinigten Staaten betreiben "Bio-Labore" vor allem rund um China und Russland Dr. Anthony Fauci, director of the US National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), putting his protective suit. Photo: NIH

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Zusammenfassung dreier Artikel von Dilyana Gaytandzhieva, einer bulgarischen Journalistin und Nahost-Korrespondentin.

Sie betreibt eine eigene Webseite, auf der sie sich schwerpunktmäßig der Thematik "Bio-Labore" widmet.

Diese Labore beschäftigen sich offiziell natürlich nie mit biologischen Waffen. Wenn sie Gain-Of-Function-Forschung durchführen, also z.B. ein Tiervirus genetisch so modifizieren, dass es auch für den Menschen gefährlich wird, dann nur "um Schaden abzuwenden, falls der Gegner mal so eine Waffe entwickelt" oder "bereit" zu sein, falls tatsächlich mal ein Virus von sich aus so mutieren sollte. Man schafft unter diesem Vorwand also das, wogegen man sich angeblich schützt.

Die Forschung zu biologischer Kriegsführung existiert in den USA schon seit dem Zweiten Weltkrieg. Offiziell wurde sie unter Präsident Nixon eingestellt. Tatsächlich gab es nie eine Unterbrechung und auch heute bemäntelt man sie nur oberflächlich.

Tatorte "Bio-Labore"

Pentagon (Department of Defense)

Das Pentagon finanziert das DTRA-Programm für Biowaffen mit 2,5 Milliarden US $ jährlich. Es bezahlt und plant Einrichtungen, Stützpunkte, Programme, Organisationen und vor allem private Firmen. Weltweit, ohne Aufsicht, verantwortungslos, im Zweifelsfall straflos, in rechtsfreien Räumen.

Falls die Politik – wie unter Obama – mal Regularien erläßt (2014) , umgeht man diese und kehrt dann schnell wieder zum business as usual (2017) zurück. DTRA heißt Defense Thread Reduction Agency.

Es ist erstaunlich, wie viele Lügen in nur vier Buchstaben stecken können: Weder geht es um Verteidigung oder Abwehr, noch um eine tatsächliche Bedrohung und in keiner Weise wird diese reduziert, sondern erst geschaffen.

Georgien

In Georgien z.B. existieren diverse mit US-Geldern aufgebaute und betriebene Bio-Labore. Bekannt wurde das Lugar-Zentrum in Tiflis, das u.a. im Rahmen des Programms GG-21 arbeitet. Es ist benannt nach dem US-Senator Richard Lugar aus Indiana, einem Sicherheitspolitiker (Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern). Die US amerikanische Privatfirma CH2M Hill bekam für ihre Tätigkeit im Lugar-Zentrum 161 Millionen US $ (weitere Labore in Uganda, Tansania, Irak, Afghanistan und Südostasien brachten der Firma insgesamt 341 Millionen US $ ein). Spezialisten für biologische Kriegsführung und entsprechende Waffensysteme sind anscheinend willig, aber nicht billig.

Übergeordnete staatliche Stelle ist das WRAIR (Walter Reed Army Institut of Research). Die Probanden bei GG-21 sind 1.000 (georgische) Soldaten. Ihre Daten (aus Blutproben) werden an die Auftraggeber weitergeleitet, sie haben ausdrücklich keinerlei Recht an der Einsicht in die erhobenen Daten. Todesfälle müssen innerhalb von 48 Stunden in die USA gemeldet werden. Welchen Stoffen sie ausgesetzt werden, weiß man nicht genau. Auf jeden Fall geht es um Viren und Bakterien mit zoonotischem oder menschlichem Hintergrund. Getestet wird u.a. auf Anthrax, Hantavirus, Tuberkulose-Virus, Typhus- und Borreliose-Erreger. Die Leitenden Mitarbeiter aus der US-Spezialeinheit USAMRU-G genießen diplomatische Immunität und können in der Ukraine nicht belangt oder strafrechtlich verfolgt werden. USAMRU plant weitere Projekte in der Ukraine, in Bulgarien, Rumänien, Polen und Litauen.

in Lugar finden sich zwei weitere US-Firmen: Battelle und Metabiota. Diese arbeiten auch für die CIA und andere staatliche Einrichtungen. Battelle ist gut im Geschäft, in der Vergangenheit zahlte das Pentagon elf Projekte, was dem Unternehmen über zwei Milliarden US $ einbrachte. Im US-Staat Maryland betreibt Battelle ein Labor höchster Geheimhaltungsstufe. Dort geht es um Verbreitungstechniken für Toxine und Pathogene unterschiedlicher Art, vor allem über die Luft (Sprayanlagen in Flugzeugen, Verteilung durch Explosivstoffe).

Metabiota verrichtete Laborarbeit für das Pentagon im Ebola-Gebiet in Sierra Leone. Es gab Vorwürfe, daß dort Zellkulturen ohne Deklaration angelegt würden. Das Pentagon betrieb drei Bio-Labore im Epizentrum des Ebola-Ausbruchs, was Spekulationen beförderte, der Virus sei das Ergebnis von Laborforschung.

Ukraine

In der Ukraine lief zwischen 2017 und 2020 ein ähnliches Programm wie das georgische GG-21 mit Namen UP-8 ab. 4.400 ukrainische Soldaten waren die Probanden. Hier mußten Todesmeldungen innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Es ging u.a. um Erreger für Krim-Kongo-Fieber (CCHF) und Hantaviren. Für die Errichtung der Gebäude und deren Betrieb war die US-Firma Black & Veach zuständig. Bis Mitte 2020 hatte die DTRA 80 Millionen US $ über Black & Veach in ukrainische Bio-Labore gesteckt. Der Gesamtetat des Pentagon für Black & Veach betrug 198,7 Millionen US $. Dafür ist die Firma in Aserbaidschan, Kamerun, Thailand, Äthiopien, Vietnam, Armenien und schließlich auch Deutschland tätig.

CH2M Hill ist ebenfalls in der Ukraine zugange und hat zwei Biolabore in Odessa und Kiev aufgebaut und eingerichtet und dafür knapp 23 Millionen US $ von DTRA erhalten. Die Ukraine wie auch Georgien haben sich vertraglich verpflichtet, keine Ansprüche gegenüber den USA oder den in ihrem Auftrag Tätigen zu erheben, falls es im Rahmen dieser Projekte zu Sachschäden, Verletzungen oder Todesfällen kommt.

Im Jahr 2018 bestanden bereits elf Biowaffen-Labore des Pentagon auf dem Gebiet der Ukraine. Eines davon in der Millionenstadt Kharkiv (Kharkov/Charkov). Dort traten 2016 merkwürdige Fälle von Schweinegripppe auf (die Epidemie von 2009 war schon lange vorbei), 364 Menschen starben daran. Ein Jahre später gab es in dieser Stadt 29 merkwürdige Fälle von Hepatitis-A-Infektion.

Eine seltsame Reihe von Todesfällen aufgrund von Botulismus-Vergiftung traten 2016/17 in der Ukraine auf. Es gab 20 Tote und insgesant 205 Fälle. Eine polizeiliche Ermittlung wurde eingeleitet. Das Botulismus-Bakterium zählt zu den Spitzenreitern der Biowaffen-Forschung, denn es ist von extremer Tödlichkeit. Ein Gramm des Giftes kann eine Million Menschen töten. Das Pentagon forscht schon seit den fünfziger Jahren an Botulismus-Bakterien. Zentraler Ort dafür ist Dugway Proving Ground in der Wüste von Utah. Die Spezialabteilung, die die Stoffe produziert, heißt – der Humor der Massenmörder ist bemerkenswert – Life Sciences Divison, abgekürzt LSD. Dort werden Bakterien, Viren und Toxine hergestellt und Verbreitungstechniken getestet.

NIH – National Institut of Health

Aber nicht nur das Pentagon und seine (nicht unter direkter staatlicher Kontrolle stehenden) ausführenden Privatfirmen sind für die USA in der Forschung an Biowaffen bzw. waffenfähiger Gain-Of-Function-Forschung tätig. Auch das staatliche Gesundheitsamt NIH (National Institut of Health) steckt gewaltige Summen in diesen Bereich. Dafür verantwortlich zeichnet die Unterabteilung NIAID ( National Institut of Allergy and Infectous Diseases). Deren Direktor ist der in Corona-Zusammenhängen zu trauriger Berühmtheit gekommene Dr. Fauci.

Zwei Projekte wurden 2021 beendet. Einmal zum Vogelgrippe-Erreger H5N1 und wie man ihn zur Übertragung auf Säugetiere modifizieren kann. Etat: 605 Millionen US $. Nach Beendigung dieses Projektes wurde gleich ein ähnliches gestartet. Es läuft aktuell noch. Hier geht es um den Vogelgrippe-Erreger H7N9. Wiederum geht es um Modifikationen, um ihn Säugetier-tauglich zu machen. Zusätzlich aber genau um das, was früher als Hirngespinst von Gain of Function-Kritikern lächerlich gemacht wurde: m die Erforschung der Vogelfluglinien als Übertragungswege. Genauer: der Nutzbarmachung der Vogelflugrouten als Übertragungswege.

Wenn die Navy Delphine mit Sprengladungen als tierische Torpedos erprobte, warum soll die Air Force nicht auch Vögel als Biowaffen-Drohnen testen?

Auf der Gehaltsliste der US-amerikanischen Geundheitsbehörde stand mit 3,7 Millionen US $ auch das mittlerweile bekannte Wuhan-Labor. Dort ging es um Forschung an Spike-Proteinen von Fledermaus-Corona-Viren und deren mögliche "Anpassung" an den Menschen (Anbindung an menschliche Zellen über ACE-Rezeptoren). Soviel zum Thema Fischmarkt und zu der "zoonotischen Bedrohung", die viele Veganer und Tierrechtler als nützliche Idioten der Biowaffen-Industrien in der vordersten Front der Zeugen Coronas marschieren läßt.

Im Zusammenhang mit dem Wuhan-Labor stoßen wir auf eine sehr interessante Organisation, eine der berühmten "philanthropischen" bzw. "gesundheitsfördernden" NGOs, die sich angeblich um das Wohl der Menschen kümmert. Sie trägt einen Namen, der unanzweifelbar alles Gute, was es momentan auf der Erde gibt, in drei Worten zusammenfasst: Eco Health Alliance (EHA). Direktor: seine Korruptheit Dr. Peter Daszak. NIH/NIAID forschten nicht selbst in Wuhan (was doch etwas zu auffällig wäre), sondern spendeten der EHA Geld, um Gain-o-Funktion-Forschung an Corona-Viren durchzuführen. Dass das sogenannte Wuhan-Virus SARS CoV-2 in einem Labor entstand, ist für einige Forscher mittlerweile Tatsache. Und Wuhan ist ihr aussichtsreichster Kandidat.

Die "Philantropen" und "Nicht-Regierungs-Organisationen" haben aber auch noch anderswo in der Regierung spendable Mäzene. Die Öko-Gesundheits-Allianz erhielt auch vom Pentagon (über DTRA) Geld für virologische und bakteriologische Forschung "in pandemischer Perspektive" (Nipah-Viren, Corona-Viren, Filo-Viren, Vogelgrippe-Viren etc.). "Geforscht" wird in Asien und Afrika. Corona-Viren hingegen untersucht (und verändert vermutlich) das EHA in Georgien, im erwähnten Lugar-Zentrum.

Hier erzeugte man 20.000 Proben von 5.000 Fledermäusen, die mittels PCR-Test bearbeitet wurden. Gesteigertes Interesse besteht dort an Fledermäuse aus Süd-Ossetien, eine geschützte Art. 5.000 $ pro Exemplar werden angeblich gezahlt. Da dies der Öffentlichkeit nicht gänzlich verborgen bleiben konnte, starteten georgische Medien einen Propagandafeldzug. Die Kritik am Lugan-Labor wurde wenig originell als Verbreitung von Fake News und Verschwörungstheorien verteufelt.

Einige Beispiele für Projekte US-amerikanischer Biowaffenforschung

Stechmücken als Minidrohnen, die Infektionen übertragen können

Mit Sandfliegen experimentierte man im Lugar-Zentrum ab 2014 und im nicht weit entfernten Dagestan. Einwohner klagen über Fliegenbefall, den es sonst vorher nicht gegben hatte. Schon in den 50er, 60er und 70er Jahren experimentierte das Pentagon mit Fliegen als kontrollierbaren Überträgern von tödlichen Infektionen oder Giften. Es gab Szenarien wie "Big Itch" oder "Big Buzz" (wie gesagt, Humor haben sie, diese Massenmörder, das muß man ihnen lassen), wo man als Planspiel eine Million mit einem tödlichen Erreger verseuchte Mosquitos aus der Luft (Flugzeuge) freisetzte.

Die Versuche mit den Mosquitos des Typus aedes aegypti gehen vermutlich bis heute weiter. Sie sind unter dem Namen Gelbfieber-Mosqutitos bekannt und übertragen wahrscheinlich auch das Dengue-Fieber und das Zika-Virus. Diese tropischen Mosquitos wurden ab 2014 in Georgien entdeckt, einem Ort, an dem sie zuvor nicht bekannt waren. Danach auch im benachbarten Ausland, in Südrußland und der Nordtürkei.

Anthrax (Mizbrand)

Das Milzbrand-Bazillus bildet Sporen aus, die sehr lange haltbar und deshalb als Biowaffe gut geeignet sind. Zahlreiche Nationen haben damit seit Jahrzehnten experimentiert. Die Firma Advanced Biosystems übernahm 2001 einen Pentagon-Auftrag zur Erforschung von Anthrax. Forschungsleiter war Keb Abilek, ein früherer Biowaffen-Experte der UdSSR, der 1992 aus Kasachstan in die USA übergelaufen war. Auch das Lugar-Zentrum hat sich unter einem Pentagon-Forschungsauftrag um das Genom des Anthrax-Bazillus gekümmert. Merkwürdige Milzbrand-Fälle in Georgien werden damit in Verbindung gebracht.

Krim-Kongo-Fieber

Rätselhafte Erkrankungen am Krim-Kongo-Fieber, das über Zecken übertragen wird, traten 2014 ebenfalls vermehrt in Georgien auf. Wieder geriet das Lugar-Zentrum in Verdacht, wo an dem entsprechenden Virus für das Pentagon im gleichen Jahr geforscht wurde.

237 Fälle von Krim-Kongo-Fieber traten 2017 in Kabul auf, von denen 41 tödlich verliefen. Auch in Afghanistan existieren Bio-Labore des Pentagon, betrieben von den gleichen Firmen wie in Georgien: CH2M Hill und Battelle.

Hasenpest

Auch das virus tularensis eignet sich nach kleinen Modifikationen gemäß den Einschätzung der Spezialisten gut als Biowaffe. Kein Wunder, dass auch die US-Labore in Georgien seit 2013 mit diesbezüglichen Studien beschäftigt sind. bzw. waren.

Gene editing

Das Pentagon hatte bis 2018 bereits 65 Millionen US $ für Genmodifikation mittels CRISPR-Genschere an Insekten, Bakterien und Nagetieren ausgegeben. Zuständig war die DARPA (Defense Advanced Research Projects), sozusagen die wissenschaftliche Dr. Frankenstein-Abteilung des Pentagon. Man kombinierte auch schon genveränderte Insekten mit genveränderten Viren, die sie transportieren.

Auch vor dem menschlichen Genom macht die Pentagon-Forschung natürlich nicht Halt. Ein Projekt dreht sich beispielsweise um die Schaffung eines 47. Chromosoms, in dem alle gewünschten Genveränderungen gespeichert und abrufbar sein sollen. Das ist natürlich spekulative Pionierforschung, dementsprechend gering ist der Etat der kleinen Firma SynPloid Biotek LLC, die sich damit beschäftigt.

Zwischen 2008 und 2014 haben die USA 820 Millionen US $ für die Erforschung synthetischer Viren ausgegeben. Synthetische Viren haben als Angriffswaffe einen "Überraschungseffekt", der kaum auszugleichen ist, denn sie weisen völlig unbekannte Eigenschaften auf. Man kann z.B. zwei unterschiedliche Viren kombinieren, künstliche Zoonosen schaffen oder sogenannte "designer diseases" (wiederum köstlich, dieser Humor) schaffen.

Ethnisch spezifizierte Biowaffen

Hier kommt die Forschung an den "designer diseases" auf den Punkt. Das US-Militär sammelt beispielsweise genetische Daten von Bevölkerungsgruppen in China und Rußland. Sobald genetische Marker einer bestimmten Ethnie identifizierbar sind, kann man Biowaffen, vor allem genetisch veränderte Organismen, dementsprechnd anpassen. Sie wirken dann nur auf diese Gruppe. So zumindest die Theorie.

Schlußbemerkung

In § 8 des Rom-Statuts, mit dem der Internationale Strafgerichtshof (ICC) gegründet wurde, werden Forschungen an biologischen Waffen als Kriegsverbrechen definiert. Die USA sind diesem Abkommen aber nicht beigetreten und können dementsprechend für ihre Kriegverbrechen nicht zur Verantwortung gezogen werden.

Zusammengefasste Artikel von Dilyana Gaytandzhieva

Die polemischen Formulierungen und Kommentare gehen alle auf das Konto des Referenten, nicht der Autorin. Diese hat im übrigen die Quellenagaben direkt im Text verlinkt oder Schriftstücke als Kopien wiedergegeben, nicht mit Fußnoten markiert und ans Ende des Textes gesetzt. Einige dieser Quellen sind in kyrillisch, einige nichr mehr aufrufbar – das liegt in der Natur der Sache. Alle Artikel und ein aktualisierter Beitrag finden sich auf:
http://dilyana.bg/

Wer die Quellen studieren will, tut dies am besten direkt auf dieser Seite. Der Google-Übersetzer kann dabei sehr hilfreich sein.

Hier noch einige aktuelle Artikel auf Russia Today zum Thema Biolabore in der Ukraine

Und zwei entsprechende Artikel auf Anti-Spiegel

 


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