NextEvent setzt auf die totale Überwachung

Eine Softwarefirma will künftig nur noch geimpften Personen Tickets verkaufen. So werden auch bei uns die Grundsteine gelegt für ein chinesisches Sozialpunktesystem.

Ein Artikel von RL übernommen aus CoronaTransition.

Die Thuner Softwarefirma NextEvent verantwortete bis vor kurzem den Ticketverkauf für Veranstalter und Firmen aus dem Berner Oberland. Doch seit Beginn der Coronakrise läuft es immer besser für die Firma. Inzwischen konnte Nextevent "zahlreiche ausländische Veranstalter als Neukunden gewinnen", die auf ihr Ticketing-System setzen, wie das Thuner Tagblatt letzten Herbst berichtete.

So gut diese Nachricht für das Geschäft der Firma sein mag, so bedrohlich ist sie für Personen, die sich nicht impfen lassen wollen und nicht in einem Überwachungsstaat leben möchten. Der Grund dafür ist einfach: Die Softwarefirma will künftig die Impfinformationen von Kunden "sicher mit dem Ticketing-Prozess verbinden", wie sie in einer Mitteilung schreibt. Wie dies genau aussehen soll, beschreibt die Firma wie folgt:

"Der Kunde kauft ein Ticket, bucht einen Tisch im Restaurant oder ein Hotelzimmer. Das Gleiche gilt für Kinos, Kletterhallen, für Museumseintritte und viele andere Freizeitaktivitäten. Mit NextEvent können wir diese Personen über unseren bereits bekannten ID-Scan mit Gesichtserkennung via Smartphone oder... mittels Prüfung der Mobilenummer eindeutig identifizieren. Im Ticketkauf-Prozess fragen wir die Person bereits im Vorfeld der Veranstaltung, ob eine Impfung gemacht wurde."

Wenn die Person geimpft ist, soll sie sich laut NextEvent mit ihrem "Account bei einem digitalen, staatlich geprüften Impfpartner" verbinden lassen. Und weiter:

"Beim Einlass wird der Impfstatus angezeigt und der Kunde kann seine Dienstleistung geniessen. Falls das Impfdokument noch nicht bei einem digitalen Impfpartner hochgeladen sein sollte, bitten wir den Kunden, diesen Prozess vorzunehmen."

Komplizierter wird es in den Augen von NextEvent für nicht geimpfte Personen.

"Kunden ohne Impfung können das Corona-Testergebnis bei einem zertifizierten Partner hinterlegen. Bucht ein Kunde Monate im Voraus ein Ticket, so informiert NextEvent den Kunden zur gegebenen Zeit, dass er sich noch testen lassen muss. Der Veranstalter kann seinem Kunden die Möglichkeit einer Terminbuchung bei einem Testpartner in der Region anbieten", schreibt die Softwarefirma dazu.

Nach dem Test soll der „Zeitstempel“ garantieren, dass das Resultat beim Vorweisen des Tickets nicht älter als 72 Stunden ist.

"Beim Einlass überprüft NextEvent über die Integration zum digitalen Impfpartner das Verfallsdatum des Tests und zeigt den Status beim Ticketscan entsprechend an."

Kann eine Person weder einen Impfnachweis noch ein Corona-Testresultat vorweisen, so biete NextEvent "eine direkte Terminbuchung" an, beispielsweise bei einer Apotheke, einem Arzt, Test- oder Impfzentrum. Dazu NextEvent:

"Bei Grossveranstaltungen können mittels mobilen Testboxen vor Ort Schnelltests angeboten und im Bestellprozess direkt mitgebucht werden. Der Kunde kann so unkompliziert in seiner Nähe die erforderlichen Nachweise generieren, um sorgenfrei seine Ticketreservation vorzunehmen. Auch wenn die Informationen zum Impfnachweis und dem Corona-Testresultat bei der Buchung noch nicht vorhanden sind, lassen sich diese im Nachhinein mit dem Ticket verknüpfen."

 

Quellen und Verweise:
CoronaTransition: Thuner Softwarefirma setzt auf die totale Überwachung
Impf-Check-Einlass by NextEvent


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